Internationale Fertigung wird ausgebaut, Produktion in Deutschland endet

KED Ahead hat eine bewusste strategische Entscheidung für die Zukunft des Unternehmens getroffen. Statt Preise zu erhöhen, wird die Produktion bei den weltbesten Herstellern weiter ausgebaut. 

Als letzter Fahrradhelm-Hersteller mit Eigenproduktion in Deutschland hat KED in den vergangenen zweieinhalb Jahren über drei Millionen Euro und viel Herzblut in den Standort Freiberg am Neckar investiert. Dazu gehörten Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz, wie die Installation einer modernen Rückkühlanlage, Investitionen in neue Produktionstechnologien und den Ausbau unserer Inmold-Fertigung. “Mit Innovationen wie dem Meggy Spark haben wir unsere Marke weiterentwickelt und neu positioniert. Gleichzeitig haben wir zusätzliche Fertigungsaufträge aus der Industrie sowie für andere Marken gewonnen, um die Auslastung unseres Standorts zu erhöhen. Trotz dieser umfassenden Anstrengungen ist es uns jedoch nicht gelungen, die Produktion langfristig wirtschaftlich tragfähig aufzustellen”, so Victor Borsche, Geschäftsführer bei KED. 

Explodierende Rohöl- und Materialpreise, gestiegene Lohnkosten, anhaltende Kaufzurückhaltung und politische Rahmenbedingungen ohne spürbare Perspektive haben diese Investitionen überholt. 


Eine Preissteigerung war keine Option

KED hat sich entschieden, die Verantwortung gegenüber dem Fachhandel voranzustellen: faire Preise, gleiche Qualität, gleicher Service. „Wir haben uns für Partner entschieden, die bereits heute für die Weltmarktführer im Helmbereich produzieren — und für uns", sagt Victor Borsche. 

Die Konsequenz dieser Entscheidung: Die Eigenproduktion in Freiberg am Neckar endet zum 31. Dezember 2026. 

Jeder KED-Helm wird weiterhin nach EN 1078 entwickelt und durch das deutsche Qualitätssicherungs-Team freigegeben. Das Sortiment bleibt vollständig erhalten. Firmenhauptsitz, Entwicklung, Vertrieb und das gesamte nicht-produzierende Team bleiben fest in Deutschland verankert. 

„Dieser Schritt gibt KED neue Möglichkeiten: Die Ressourcen, die bisher in den Erhalt der Eigenproduktion geflossen sind, fließen ab jetzt in noch mehr neue Produkte, schnellere Entwicklungszyklen und einen noch stärkeren Fokus auf den Fachhandel. Sie werden das im Sortiment spüren.” so Victor Borsche. 

Die Mitarbeitenden der Produktion haben KED zu dem gemacht, was es heute ist. Ihr Können, ihre Erfahrung und ihr täglicher Einsatz haben KED über Jahrzehnte geprägt und gestärkt. Die Geschäftsführung dankt ihnen für ihren langjährigen Einsatz und ihr Engagement und begleitet jeden Einzelnen aktiv durch diesen Übergang, mit dem Ziel, gemeinsam individuelle Lösungen zu finden.

Über 40 Jahre Helmkompetenz

KED wurde 1985 in einer Garage in Südwestdeutschland gegründet — aus der Überzeugung heraus, dass Helme sicherer, durchdachter und ehrlicher gebaut werden können. Was damals mit einer Idee begann, ist heute eine der beständigsten Marken im Helmbereich. Über vier Jahrzehnte hat KED sein Know-how kontinuierlich weiterentwickelt: von den ersten Modellen bis zum Meggy, der seit über 20 Jahren Kinder auf dem Rad schützt, und dem Embrace Urban UF-1, der 2026 neue Maßstäbe im Stadtverkehr setzt. Der Meggy Spark wurde im selben Jahr mit dem Design & Innovation Award ausgezeichnet. 40 Jahre Erfahrung stecken in jedem Helm.

Veränderung in der Geschäftsführung

Parallel zur strategischen Neuausrichtung der Produktion gibt Jonas Japing die Geschäftsführung zum 30. Juni 2026 auf eigenen Wunsch ab. Beide Entscheidungen wurden unabhängig voneinander vorbereitet. Victor Borsche übernimmt die alleinige Geschäftsführung; Louis Borsche, seit eineinhalb Jahren operativ bei KED in Vertrieb, Marketing und Produktmanagement, übernimmt zusätzliche Führungsaufgaben.

„Dieser Schritt fällt mir nicht leicht — und der Grund ist so unspektakulär wie ehrlich: Mein Lebensmittelpunkt ist Berlin, und den Anforderungen dieser Aufgabe kann ich auf Dauer nicht so gerecht werden, wie es das Unternehmen und die Mitarbeitenden verdienen. Die Übergabe ist geordnet vorbereitet, und ich bin stolz auf das, was wir gemeinsam aufgebaut haben.“ — Jonas Japing

„Wir danken Jonas von Herzen für seinen außerordentlichen Einsatz und seine Loyalität. Er war nicht nur ein geschätzter Geschäftsführer, sondern ist ein wichtiger Weggefährte und Freund.“ — Victor Borsche

Entwicklung, Design und Qualität aus einer Hand

Jeder KED Helm beginnt in Freiberg am Neckar — mit einer Idee, einem Anspruch und dem Wissen von über 40 Jahren Helmentwicklung. Das Team entwickelt und gestaltet die Helme dort, wo auch das gesamte Know-how sitzt: direkt am Standort, nah an den Materialien, Technologien und Menschen, die jeden Helm von Grund auf kennen. Neue Ideen lassen sich so schnell testen, Passformen optimieren und Details konsequent zu Ende denken — bis jeder Aspekt stimmt.


Eigene Technologien, gezielte Partnerschaften

KED entwickelt die Kerntechnologien seiner Helme selbst. Systeme wie K-FIT, KED NEO und K-LOCK entstehen im eigenen Haus, abgestimmt auf die spezifischen Anforderungen der jeweiligen Helmkategorie. Gleichzeitig arbeitet KED gezielt mit Partnern wie MIPS, BOA und Fidlock zusammen, wenn externe Technologien den eigenen Anspruch sinnvoll ergänzen.


Globale Expertise, kompromissloser KED-Anspruch

KED arbeitet mit sorgfältig ausgewählten Fertigungspartnern zusammen. Betriebe, die KED seit Jahren kennt und denen das Unternehmen vertraut. Die gleichen Qualitätsstandards, die gleichen Materialanforderungen, die gleiche Sorgfalt bei der Entwicklung: Was in Freiberg entworfen wird, wird weltweit nach KED-Maßstäben umgesetzt. So entstehen Helme, die den hohen Anspruch der Marke erfüllen, unabhängig davon, wo sie gefertigt werden.

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Werte, die uns antreiben

Unsere Werte sind mehr als Worte: sie prägen jede Entscheidung, jedes Produkt und jede Begegnung. Wir stehen für Verantwortung und kompromisslose Qualität. Für Sicherheit, die schützt und Freiheit, die bewegt. Unsere Helme sind Ausdruck unserer Haltung.

Verantwortung bedeutet für uns, hinter jedem Produkt zu stehen, mit Transparenz, Fairness und einem Team, das Qualität nicht nur verspricht, sondern lebt. Sicherheit ist unser Antrieb: Unsere Helme verbinden verlässliche Technologie mit kompromisslosem Schutz. Von der ersten Idee bis zum letzten Detail setzen wir auf Sorgfalt, Langlebigkeit und durchdachtes Design: funktional, robust, made to last.

Unsere Helme geben Sicherheit, die Freiheit schafft. Sie eröffnen Möglichkeiten für Kinder, Familien und Sportler. Und wir machen dabei keine Kompromisse: weder beim Design noch bei der Qualität. Unsere Produkte sind Ausdruck von Stil, Überzeugung und Haltung.

Häufige Fragen

Warum hat KED die Entscheidung getroffen die Produktion in Deutschland zu beenden?

KED hatte eine Wahl: Preise erhöhen — oder die Produktion bei den weltbesten Herstellern weiter ausbauen. Eine Preissteigerung war für unsere Händler und unsere Kunden keine Option. Also haben wir uns entschieden, das Fachhandels-Commitment über alles andere zu stellen. Die Konsequenz: Die Eigenproduktion in Freiberg endet zum 31. Dezember 2026. Als letzter Fahrradhelm-Hersteller mit Eigenproduktion in Deutschland hatten wir mehr als drei Millionen Euro in den Standort investiert. Explodierende Material- und Lohnkosten, globale Wirtschaftskrise und fehlende politische Perspektive haben eine Preissteigerung unvermeidlich gemacht.

Wer produziert die Helme künftig?

Wir bauen die Produktion bei unseren internationalen Partner aus. Das sind führenden, globale Hersteller, die bereits heute auf dem höchsten technischen Niveau für uns und andere Spitzen-Marken produzieren.

Wann endet die Eigenproduktion in Freiberg?

Die Produktion in Freiberg wird geordnet bis zum 31. Dezember 2026 weiterbetrieben.

Wie stellt KED die Lieferfähigkeit während der Umstellungsphase sicher?

Wir produzieren bis zum 31. Dezember 2026 weiterhin mit hoher Auslastung und erhöhen unsere Kapazitäten in dieser Phase gezielt. Dadurch können wir einen Großteil des Bedarfs für 2027 bereits im Voraus produzieren und entsprechende Lagerbestände aufbauen. So stellen wir sicher, dass der Übergang zwischen den Produktionsstandorten nahtlos erfolgt und unsere Kunden auch während der Umstellungsphase zuverlässig beliefert werden.

Bleibt KED ein deutsches Unternehmen?

Ja. KED Ahead GmbH ist und bleibt ein deutsches Familienunternehmen. Geschäftsführung, Entwicklung, Design, Qualitätssicherung, Service und Vertrieb bleiben in Freiberg am Neckar.

Sind die Helme noch genauso sicher?

Ja. Jeder KED-Helm wird weiterhin nach EN 1078 entwickelt und durch unser deutsches Qualitätssicherungs-Team freigegeben. Zertifizierung durch europäische Prüflabore.

Ändert sich das Sortiment?

Nein. Alle Helmfamilien bleiben vollständig erhalten und werden weiterhin ausgebaut. Kein Modell entfällt.

Steht KED weiterhin für faire Preise?

Ja — ausdrücklich. Genau deshalb haben wir diese Entscheidung getroffen. KED steht für stabile, faire Preise im Fachhandel und klar gegen Preisdumping im Internet.

Was passiert mit den Mitarbeitenden?

Alle Produktionsstellen bleiben bis zum 31. Dezember 2026 erhalten. Die Mitarbeitenden der Produktion haben KED zu dem gemacht, was es heute ist. Ihr Können, ihre Erfahrung und ihr täglicher Einsatz haben KED über Jahrzehnte geprägt und gestärkt. Die Geschäftsführung dankt ihnen für ihren langjährigen Einsatz und ihr Engagement und begleitet jeden Einzelnen aktiv durch diesen Übergang, mit dem Ziel, gemeinsam individuelle Lösungen zu finden. 

Was bedeutet der Geschäftsführer-Wechsel?

Victor Borsche übernimmt als alleiniger Geschäftsführer die Gesamtverantwortung. Jonas Japing gibt sein Amt aus persönlichen Gründen ab. Louis Borsche übernimmt die Vertriebsverantwortung.

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